Stoffy-Newbie: Nina und ihr Einstieg mit 11 Monaten

Und schon haben wir den zweiten Bericht unserer Serie über den Stoffwindeleinstieg. Nina berichtet über ihren Stoffybeginn mit ihrer elf Monate alten Tochter, die schon vorher in den Genuss von Teilzeitwindelfrei kam. Vielen Dank an die liebe Nina!

Mein Einstieg in die Stoffwindelwelt

Ja, ich gehörte zu der Mehrheit die heutzutage leider mit Wegwerfwindeln wickeln. Wenn es alle um einen herum tun, dann tut man das eben auch. So die heutige Gesellschaft – bis ich eines Tages das Zwergencafe in Karlsruhe/Ettlingen mit dem Thema Stoffwindeln besuchte. Ich hörte mir alles interessiert an, dachte aber: Meine Tochter ist ja schon neun Monate alt, da brauche ich mich auch nicht mehr umorientieren“. Eine andere Mutter fing aber daraufhin sofort begeistert mit den Stoffwindeln an und machte mir die Sache noch schmackhafter. Ich begann mich im Internet etwas zu erkundigen. Als Laie ist man da sehr schnell überfordert und schreckt zurück.

Aufgeben war aber nicht die Lösung! Meine Tochter verstärkte meinen Wunsch nach wiederverwendbaren Windeln, indem sie mehrmals täglich ihr großes Geschäft verrichtete und ich somit massenhaft Wegwerfwindeln wegschmeissen musste. Zum Pinkeln kann ich sie abhalten, das funktioniert sehr gut. Ich suchte im Internet nach einer Stoffwindelberatung und wurde schneller als gedacht in meiner Stadt fündig: „Stoffwindelguru“ in der Karlsruher Innenstadt.

Ein Beratungstermin war schnell gefunden, nur leider konnte mein Mann nicht dabei sein. Hoch motiviert wollte ich danach loslegen und dann das: Mein Partner war davon nicht begeistert und überrannte mich mit negativen Kommentaren, sodass ich mir selber unsicher wurde. Im Kontakt mit der Stoffwindelberaterin wurde ich aber nochmals bestärkt. Ich schlief eine Nacht darüber und am nächsten Morgen war mir klar, dass ich das zur Not alleine durchziehe!

Als unsere erste Stoffwindel eintraf, war meine Tochter bereits 11 Monate alt. Wir fingen an, tagsüber mit Überhosen von Windelzauberland* und Milovia* mit Einlagen zu wickeln und ich muss sagen: ES WAR SO EINFACH! In die Überhose lege ich eine Prefold aus Baumwolle und wenn es mal länger gehen soll, einen Hanf-Baumwollbooster unten drunter.

Und es tat so gut! Jede Einlage die ich in meinen Wäschesack gab, war erleichternd, denn ich hatte wieder eine Wegwerfwindel weniger!

Ebenso tat ich nicht nur der Umwelt etwas gutes, sondern auch meinem Kind. Ich muss die Vorteile einer Stoffwindel hier ja nicht präzise noch einmal aufführen.

Nach drei Tagen äußerte sogar mein Partner (der zuvor ja gegen die Stoffwindel war) dass diese wohl ja gar nicht so schlecht seien 😉 . Er behauptet heute sogar, dass Stoffwindeln bzw. die Überhosen besser anzuziehen seien, als die Wegwerfvariante.

Welcher Punkt mich am Anfang auch noch zurückschreckte: Die Wickelroutine zwischen zwei und dreieinhalb Stunden?! „Au Backe!“ denkt man sich da als Wegwerfwindel-Dauerbenutzer. Aber auch diese Angst, kann ich euch nehmen. Das wird zur Routine und ist alles Gewohnheit. Dein Kind wird sich entweder bevor es die Ausscheidung macht oder spätestens danach bemerkbar machen, denn bei den Stoffwindeln merkt das Kind die Nässe (außer man benutzt Wolleinlagen oder Trockenfleece ,was nachts geschickt sein kann). Diesen Effekt nennt man Elimination Communication. Es kann sich also eine Ausscheidungs-Kommunikation zwischen der Bezugsperson und dem Kind einstellen. Ein sehr positiver Nebeneffekt, wie ich finde.

Was ich noch erwähnen kann: Es stinkt nicht mehr in der Wohnung und die Zeit der endlosen Müllsäcke, die wir alle 3 Tage heruntergetragen haben, ist vorbei. Dafür wasche ich jetzt alle 3-4 Tage. Aber ich als Waschmuffel und Falschwascher, habe das mit der Hilfe meiner Stoffwindelberaterin im Griff. Sie hat mich super über die Waschmittel aufgeklärt und mir die Angst genommen. Ich habe gefühlt 100 Fragen gestellt und 100 Antworten darauf bekommen. Dadurch aber auch keine Fehlkäufe getätigt.

Vielen Dank an meine Bekannte Nathalie, mit der ich mich toll über Stoffwindeln unterhalten kann und vor allem an Julia Beck, die Stoffwindelberaterin! Der Austausch mit euch hat mein Leben absolut bereichert.

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