Sandwichwrap statt Alufolie

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Selbstgemachte Sandwiches sind was tolles: Viele leckere, bunte Sachen aufeinander gestapelt und zwischen zwei frische Brotscheiben gepresst. Für unterwegs eigentlich ideal, wäre da nicht der Transport. Ohne feste Ummantelung durch Alu- oder Frischhaltefolie fällt alles auseinander oder passt gar nicht erst in die Tupperbox wegen Sondermaßen. So greift man gerne zur formbaren Wegwerfvariante, da Folie einfach alles an Ort und Stelle hält, vor Licht, Bakterien und Feuchtigkeit schützt.

Im Falle der Alufolie verbraucht die Herstellung sehr viel Energie – Energie die nach dem einmaligen Gebraucht für das Sandwich im Mülleimer landet. Zwar kann man versuchen, Alufolie mehrmals zu benutzen, erreicht aber dadurch nur wenige ökologische Reboundeffekte. Letzlich landet sie nach dem zweiten oder dritten Gebrauch doch in der Restmülltonne. „Um ein Kilogramm Aluminium herzustellen, braucht man zirka 14 kWh Strom. Damit lassen sich immerhin 1000 Tassen Kaffee kochen oder – schreckliche Vorstellung – 225 Hemden bügeln.“

Die Herstellung von Aluminium belastet Mensch und Umwelt in den Abbaugebieten enorm und führt zu Gesundheitsschäden bei den Konsumenten die noch nicht abschätzbar sind. Eine gute Zusammenfassung zum Thema Aluminium gibt es hier.

Produkttest: Boc’n Toll Sandwich Wrap – Eco von Natürlich Familie*

Ehrlich gesagt haben wir lange gebraucht, um den Sandwich Wrap wirklich zu testen. Es war irgendwie eine mentale Barriere. Klappt das wirklich? Fällt da nicht alles raus? Ist das Waschen nicht umständlich? Letzendlich trieb uns das schlechte Gewissen dazu, es doch mal mit dem Wrap zu versuchen. Denn wir sind sonntags immer auf grosser Tour und brauchen ein unkompliziertes Mittagessen ohne viel Schnickschnack. Von der Hand in den Mund und fertig. Das war bis vor kurzem der vegetarische Youffka auf dem Weg. Meterweise Alufolie. Auch inhaltlich waren wir zwar gesättigt aber nicht genährt. Wir wollten endlich etwas ändern. Ein tolles Buch über geniale Gerichte für unterwegs haben wir schon lange im Schrank stehen und auch schon einiges probiert. Jetzt wird jeden Sonntag ein Sandwich aus Vegan To Go* nachgebastelt. Oft improvisieren wir etwas, da uns manches zu aufwändig ist (unsere Rezeptvariation steht unten im Artikel).

Material/Abmessung: 50% Baumwolle, 50% Polyester (BPA frei). Größe: 53 x 32cm.

Herstellungsland: China.

Preis: Bei Natürlich Familie* für 9,95 €.

Das Einwickeln klappt trotz zwei linker Hände meinerseits erstaunlich gut. Ich musste an meine Trageberatung denken: „Immer schön straff ziehen“. Und tatsächlich ist das Sandwich mit Inhalt immer an Ort und Stelle geblieben. Dabei ‚fuhr‘ das kleine Päckchen im Rucksack herum und wurde nicht sonderlich sorgsam behandelt. Man kann das Tuch mit dem Klettverschluss komplett öffnen und als Tischdecke benutzen. Wir halten es gerne einfach in der Hand und schälen das Sandwich wie einen Youffka aus dem Tuch. Klappt wirklich toll, das hat mich begeistert. Wir waschen unsere (mittlerweile haben wir zwei) Sandwichtücher bei 30° C in der Waschmaschine in einem Wäschenetz* (auf der Leine trocknen, nicht trocknergeeignet, nicht bügeln). Sie werden bei 30°C nicht lupenrein sauber, manche Ölflecken bleiben. Aber das stört uns weniger, wir sind froh kein Aluminium mehr ums Essen zu wickeln.

Zwei kleine Wehrmutstropfen habe ich: Leider stammt das Produkt nicht aus europäischer Herstellung und die Innenseite ist aus Plastik (Polyester – BPA frei). Dennoch spreche ich hiermit meine Kaufempfehlung aus, da es meterweise Alufolie einspart und zum Selbstkochen animiert.

Unser Lieblingssandwich (inspiriert von Vegan to go*) für zwei Personen:

Am Vorabend kochen wir zum Abendessen zwei Backbleche Ofengemüse (saisonal) und nutzen das zweite Backblech als Sandwichbelag für sonntags.

1 Backblech Ofengemüse inkl. Rote Zwiebeln

1 großes Baguette / Sauerteigbrot (möglichst lang und breit) für zwei Personen

Hanfpesto/ oder anderes Pesto

Cashewmus

4-5 Salatblätter

Die vier Scheiben Brot jeweils mit einer Seite Cashewmus und einer Seite Pesto bestreichen. Eine Seite mit Salat und je zwei Bratlingen belegen (diese nochmal mit Pesto bestreichen). Die andere Seite dann mit Cashewmus und Ofengemüse drappieren. Die Seite mit den Bratlingen lässt sich ganz gut drehen, diese also auf die Ofengemüseseite legen. Das komplette Sandwich nun richtig gut einige Sekunden aufeinander drücken (keine Hemmungen). Danach das gute Stück auf den Sandwichwrap legen und nach der Bildanleitung (siehe oben) zusammenfalten. Guten Appetit!

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0 Gedanken zu „Sandwichwrap statt Alufolie“

  1. Ganz große klasse! Super Artikel. Jetzt bin ich wegen so einem Tuch echt am überlegen. Und das Rezept werde ich direkt mal kopieren 😉

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