Windelcheck: kbT Wollüberhose von Anavy

Ein Beitrag von Alicia:

Bisher habe ich nachts immer eine Wollschlupf über die Höschenwindel gezogen. Das war meine erste Erfahrung mit Wolle. Da diese recht gut verlief, war ich offen für weitere Experimente. Dank Leen von Fratzhosen habe ich jetzt die Woll-Überhose von Anavy testen können, welche extra für voluminöse Höschenwindeln konzipiert wurde. Ich freue mich, dass Anavy endlich auf kbT Wolle umgestiegen und somit eine echte Option geworden ist.

Über Anavy:

Die Gründerin von Anavy Ivana Filipovičová ist eine echte Pionierin. Sie startete mit den modernen Stoffwindeln in der tschechischen Republik. Als sie 2007 mit ihrem ersten Kind schwanger war, kaufte sie ein paar Stoffwindeln. Sie dachte sich „So schwer kann das doch nicht sein!“ und fing selbst an, welche zu nähen. So kombinierte sie die Details, die ihr an den anderen Windeln gefielen und baute so ihre eigenen zusammen. Getestet an ihrer Tochter wurde immer weiter optimiert, bis der klassische Anavy-Schnitt zustande kam.

2010 stellte sie die ersten drei Näherinnen ein (nebenbei kam noch ein Sohn und 2011 noch eine Tochter zur Welt). 2012 waren es dann schon 5 Näherinnen, die für Anavy arbeiteten. Mittlerweile sind es 15 Näherinnen und das Atelier muss  vergrößert werden.

Das Wachstum von Anavy lief ohne Marketing ab, denn die Stoffwindeln verkauften sich über Mund-zu-Mund-Propaganda!

Das Material für die Stoffe entwickelte sie zusammen mit Terezie (sijemdetem.cz). Die Stoffe werden weitestgehend regional hergestellt. Es werden zum Beispiel 600kg Bambusviskosefrottee pro Monat in Tschechien extra für Anavy hergestellt und dann im eigenen Atelier verarbeitet. Auch der feste Wollinterlock wird regional produziert. Der PUL-Druck geschieht in Tschechien und die Laminierung in der EU. Desweiteren wird auf eine Verpackung der Produkte komplett verzichtet.

Über die Stoffwindel:

Heute gibt es mal wieder eine Überhose. Ich bin jedes Mal überrascht, wie wenig Wäsche es macht, wenn ich durchgehend das System Überhose und Mullwindel nutze. Jedem, der wenig waschen möchte, kann ich das nur ans Herz legen! Aber ja, ich liebe natürlich auch meine ganzen AIOs und Pockets, da sich diese einfach schnell vorbereitet ans Kind legen lassen – auch Papa-Windeln genannt 🙂

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Windelcheck: Windelzauberland Bio-Höschenwindel

Die liebe Bea von Windelzauberland hat mich gebeten, ihre Höschenwindel zu testen. Alle sprechen nur von der Konkurrenz, dabei könne ihre Windel damit doch locker mithalten – das muss natürlich überprüft werden!

Über Windelzauberland :

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Bea ist zweifache Mama und kam durch ihr erstes Kind zum Stoffwickeln: es reagierte auf Wegwerfwindeln mit starkem Hautausschlag. Ihr wurden Stoffwindeln ans Herz gelegt und so probierte sie sich durch die Systeme. Ja, der Ausschlag war weg, aber mit den Windeln war sie nicht 100% zufrieden. Die im Kopf durchgespielten Optimierungen setzte sie wenig später in selbst produzierte Windeln um. Ihre Windeln und den dazugehörigen Online-Shop gibt es nun seit 2015. Ihre Windeln und Wetbags lässt sie in Deutschland, Polen und Tschechien zu fairen Löhnen herstellen. Hinzu kommt, dass alle verwendeten Materialien aus Deutschland oder der EU stammen. Mittlerweile wird Bea von ihrer Schwester unterstützt und verkauft ihre Windeln auch in vielen weiteren Online-Shops.

Über die Materialien:

Die Höschenwindel besteht aus zwei Lagen eines weichen und sehr saugstarken Bambus-Biobaumwoll-Hanfstoffes und in der Hauptpinkelzone ist zusätzlich noch eine dicke ergonomische Biobaumwolleinlage vernäht. Dadurch ist die Windel direkt einsetzbar, muss nicht großartig zusammen gebaut werden und es gibt keine Abdrücke von diversen Einlegern. Sie enthält aber auch eine zusätzliche lose dünne Einlage zum Verstärken, die man bei kleinen Babys zunächst weglassen kann. Dadurch, dass sie lose ist, drücken keine Snaps innen an die Haut, und man kann sie nach Bedarf platzieren (Mädchen mittig, Jungs vorne).

Außen hat die Überhose einen Biobaumwoll-Stoff aus 95% Baumwolle kbA und 5% Elasthan.

Waschen ist unkompliziert: 60° C und für den Trockner geeignet. Aufgrund der vernähten Einlage trocknet sie etwas länger, aber absolut im Rahmen finde ich!

Über die Saugfähigkeit:

Als ich die Höschenwindel für die erste Nacht anlegte, dachte ich ehrlich gesagt, das kann nix werden. Das Paket ist so schmal im Vergleich zu unseren anderen Nachtwindeln. Zur Sicherheit legte ich beide Einlagen rein und von außen noch einen Hanf-Booster. Morgens schrieb mir Bea direkt, wie es gelaufen ist – kurzes Abtasten des Babys neben mir im Bett. Trocken. Nix ausgelaufen. Wow, damit hatte ich nicht gerechnet. Auch die zweite Test-Nacht lief super!

In Zahlen: nach den Regeln des Höschenwindel-Checks saugt sie mit zwei Einlagen 300ml – das komplette Fassungsvermögen liegt aber bei 500ml.

(Beim Höschenwindel-Check wird die Windel aufgehängt und der Test gestoppt, sobald das erste Wasser unten wieder raus kommt. Dies ist deulich früher als beim normalen Einlagen-Test. Dieses erste Wasser geht aber sowohl in die PUL- als auch Wollüberhose und kann schon zu auslaufen führen. Daher wird das hier anders gemessen. Das volle Fassungsvermögen wird wie beim Einlagen-Test getestet, mit Löschpapier. )

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Über die Passform:

Wie oben bereits erwähnt, ist sie für eine Nacht-Höwi recht schmal! Dies liegt sicherlich auch daran, dass sie nur zwei dünne Zusatzeinlagen hat. Auch hat die Höschenwindeln normale Beingummis statt nach außen abstehende Rüschen, wie die zwei Vergleichs-Windeln von Anavy und Responsible Mother.
Windelzauberland – toll ist, dass man hier die Beinbündchen in die Leiste/Beinfalte schieben kann und dadurch das Paket kleiner ist und die Beinfreiheit höher. Das ist bei beiden Vergleichswindeln nicht gegeben.

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